Jeden Monat sterben tausende Menschen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Wie viele Soldaten genau in dem seit 2022 schwelenden Krieg gestorben sind, ist allerdings umstritten. Wolodymyr Selenskyj sprach in der Vergangenheit wiederholt von mehreren Zehntausend. Eine US-Studie aus dem Juli geht bereits von mehr als 100.000 ukrainischen Gefallenen aus. Und Russland meldet weitaus höhere Zahlen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Wer überlebt, kommt häufig mit schweren Verletzungen, fehlenden Gliedmaßen und traumatisiert von der Front zurück. Seine Eindrücke aus einem Kiewer Krankenhaus hat jüngst auch Bürgermeister Vitaly Klitschko gegenüber dem Portal „20min.ch“ geschildert. „Unsere Spitäler sind voll mit jungen Menschen, mit unseren Soldaten. Sie sind kaum älter als 30 Jahre und haben keine Arme, keine Beine oder keine Augen mehr“, sagte Klitschko. Für ihn sei es schwierig, den Eltern gefallener Soldaten eine Medaille zu überreichen und ihnen Danke zu sagen.

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Klitschko: Politiker schicken eigene Kinder nicht an die Front

Klitschko hat selbst mehrere Söhne. 2024 sagte er gegenüber unserer Redaktion: „Mein Jüngerer ist gerade erst 19 geworden, er studiert im Moment. Der ältere ist 22, er studiert auch. Das heißt, sie haben die Ukraine nicht wegen des Krieges verlassen. Und ich möchte, dass sie nach ihrem Abschluss sofort hierherkommen.“

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Das ist aber offenbar bislang nicht geschehen. Darauf angesprochen, dass die Kinder von Politikern selten an die Front geschickt werden, verwies Klitschko darauf, dass er selbst in die Ukraine zurückgekehrt sei. Warum seine eigenen Söhne nicht an die Front geschickt werden, wollte er nicht beantworten. Bemerkenswert: Klitschko selbst zitierte einen Satz, den Kritiker immer wieder vortragen: „Wollen Sie den Krieg stoppen? Dann schicken Sie die Kinder der Entscheidungsträger an die Front.“ Klitschko gefalle dieser Satz, er selbst sei allerdings oft an der Front. Zudem kenne er viele Geschäftsleute, deren Kinder an der Front kämpfen – „und ich kenne viele Gegenbeispiele. Man kann das nicht verallgemeinern“, sagte er.

FMG