Eine in Europa stationierte und auf den Drohnenkrieg spezialisierte US-Armee-Einheit soll ihr Experiment beenden und wieder als klassisches Infanteriebataillon arbeiten. Das haben Offizielle am Donnerstag bestätigt. Die Entscheidung wirft jedoch Fragen auf.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Seit fast einem Jahr probierten die Soldaten der 173. Luftlandebrigade neue Formen des Drohneneinsatzes aus: Sie bauten eigene Systeme und nahmen an Übungen teil, in denen unbemannter Kampf nach ukrainischem Vorbild trainiert wurde. Im November 2025 formten rund 600 Soldaten ein spezielles Drohnenbataillon, das als eigenständige Einheit überall dort eingesetzt werden sollte, wo Drohnen gebraucht werden.
US-Armee beendet Experiment: Rückkehr des Bataillons zur Kernaufgabe
Nun hat der kommissarische Chief of Staff der US-Army angeordnet, dass das Bataillon wieder auf seine Kernaufgabe als luftbewegliche Infanterie zurückschwenkt. Das berichtet Associated Press (AP) unter Berufung auf zwei US‑Beamte. Zuerst hatte das Wall Street Journal über die Neuausrichtung berichtet.
Aktuelle News zum Ukraine-Krieg
Bemerkenswert ist der Schritt auch vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs, der die Bedeutung moderner Drohnenkriegsführung erneut vor Augen führt. Der Iran setzt seine vergleichsweise günstigen Shahed-Drohnen gegen Schiffe und Stützpunkte ein, hat US-Soldaten getötet, einen US-Armeehubschrauber vom Himmel geholt und die US-Streitkräfte gezwungen, große Mengen hochentwickelter Abfangraketen zu verbrauchen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte im März erklärt, Verantwortliche in Kiew unterstützten fünf Staaten im Nahen Osten und am Golf bei der Abwehr iranischer Drohnenangriffe; auch die USA und mehrere europäische Länder hätten Hilfe angefragt.
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US-Soldaten entwickelten eigene FPV-Drohnen in Italien
Die 173. Luftlandebrigade, mit Standorten in Italien und Deutschland, war schon vor der Aufstellung des Drohnenbataillons in das Thema eingebunden. Im Mai 2025 hob die US-Armee hervor, dass Soldaten der Brigade in Caserma Del Din, Italien, in einem neuen „FPV-Drone-Lab“ eigene Angriffsdrohnen im First-Person-View-Modus entwickelten und bauten. Damals sagte ihr Kommandeur in einem Army-Beitrag, seine Soldaten sähen „Videos von FPV-Drohnen in der Ukraine überall auf Instagram und in den Medien“ und seien „begeistert, diese Systeme selbst zu nutzen“.
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Die Einheit experimentierte zudem mit Künstlicher Intelligenz – ein Schwerpunkt, den Verteidigungsminister Pete Hegseth vorantreibt – sowie mit Drohnen, die besonders widerstandsfähig gegen Störsignale sein sollen.
jcst










