Da ist er wieder – der Trump’sche Superlativ, den der US-Präsident immer dann auspackt, wenn er nicht mehr weiterkommt. Dieses Mal droht Donald Trump der iranischen Führung mit der „vernichtendsten Wirtschaftsoperation“, die jemals gegen ein Land ausgeführt worden sei, mit einem beispiellosen „Wirtschaftskrieg“, einem „wirtschaftlichen D‑Day“. Jedes Land, das Iran noch unterstütze, habe mit „gewaltigen wirtschaftlichen Konsequenzen“ zu rechnen. Wen er damit genau meint, lässt er vorsichtshalber offen.

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Misst man den Grad der Ratlosigkeit an der Schärfe seiner Drohungen, wird klar: Der Präsident hat keine Ahnung, wie er sich aus der desolaten Lage befreien kann, in die er sich selbst hineinmanövriert hat. Fast ein halbes Jahr dauert der Iran-Krieg schon, und kein einziges Kriegsziel hat Trump erreicht. Im Gegenteil: Mit der Kontrolle über die Straße von Hormus hat Iran eine Waffe in der Hand, die es nie wieder aufgeben wird.

USA: Vor den Zwischenwahlen wächst der Druck auf Trump

Kommentarfoto Gudrun Büscher
Gudrun Büscher ist Leitende Redakteurin in der FUNKE Zentralredaktion.© Reto Klar | Reto Klar

Das Fürchterliche ist inzwischen nicht mehr, wie lächerlich sich der Präsident macht. Fatal sind die weltweiten Folgen. Die Führung in Teheran kümmert es nicht, dass die Iranerinnen und Iraner unter der desolaten Wirtschaftslage leiden. Sie wird Wege finden, auch neue Sanktionen zu umgehen, um sich an der Macht zu halten.

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Aber die „wirtschaftlichen Konsequenzen“ werden wie ein Bumerang in die USA zurückkehren. Schon jetzt treibt die Hormus-Blockade die Preise für Treibstoff und Düngemittel in die Höhe. Das befeuert die Inflation in den USA und trifft Trumps Wählerbasis am empfindlichsten Punkt. Kurz vor den Zwischenwahlen wächst der Druck auf den Präsidenten.