Der britische Premierminister Andy Burnham ist auf eine Person hereingefallen, die sich als Stabschefin von US-Präsident Donald Trump ausgegeben hat. Wie mehrere Medien berichten, tauschte Burnham zunächst Nachrichten mit der Person aus. Vier Beamte bestätigten dem Magazin „Politico“, dass der Regierungschef erst später misstrauisch geworden sei. Die Person hatte behauptet, Susie Wiles zu sein. Jetzt bezog Burnham in der Causa Stellung.
Peinliche Panne? Andy Burnham reagiert gelassen auf Chat-Verwechslung
Der neue Chef in der Downing Street bestätigte den Kontakt nun: Er habe „einige Nachrichten“ mit einem Absender ausgetauscht, den er fälschlich für US-Stabschefin Susie Wiles hielt. Auf die Frage eines Journalisten, ob ihm der Vorfall „peinlich“ sei, antwortete Burnham am Dienstag: „Nein, denn es war nur ein minimaler Austausch.“ Er habe „schnell erkannt, dass das gemeldet werden muss, und das habe ich auch gemacht“, fügte Burnham hinzu.

Sensible Inhalte seien nicht Thema des Austauschs gewesen. „Alle Politiker werden mit solchen Herausforderungen unter Druck gesetzt, aber ich habe alles richtig gemacht“, sagte der Regierungschef weiter. „Sowohl hier als auch in den USA wurden die richtigen Schritte unternommen.“
Falsche Susie Wiles: FBI ermittelt wegen Identitätsbetrugs rund um Trumps Stabschefin
Bereits im vergangenen Jahr hatte das FBI den Berichten zufolge Ermittlungen eingeleitet, nachdem Senatoren, Gouverneure und US-Geschäftsleute Nachrichten und Anrufe von einer Person erhalten hatten, die sich als Trumps Stabschefin ausgegeben hatte. Wiles ist als Stabschefin dafür verantwortlich, den Regierungsalltag des Präsidenten zu organisieren.
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Burnham ist nicht der erste hochrangige britische Politiker, der Opfer einer solchen Täuschung wird. Im Jahr 2024 hatte die britische Regierung ein Video eines Telefonats veröffentlicht, bei dem der damalige Außenminister David Cameron von einem Menschen hereingelegt worden war, der sich als der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko ausgab. Das Außenministerium erklärte damals, es habe den Vorfall publik gemacht, um jedem Versuch zuvorzukommen, die Bilder von den Urhebern dieser Aktion, die als „offenkundig russisch“ eingestuft worden seien, zu manipulieren.
dpa/afp



