Mit Decken, warmen Getränken und einer eigens errichteten Pagode gegen mögliche Regenschauer wollen Mitglieder der Grünen-Kreisverbände aus Mitte und Pankow an der Regenbogenbank im Tiergarten in Berlin-Mitte ein Zeichen setzen. Organisiert und veranstaltet wird die dreitägige Mahnwache von der Landesarbeitsgemeinschaft QueerGrün (LAG QueerGrün), dem Facharbeitskreis von Bündnis 90/Die Grünen, der sich für die Gleichstellung von LSBTIQ*-Personen sowie gegen Queerfeindlichkeit einsetzt.

Seit Freitag wechseln sich Mitglieder der Kreisverbände und der LAG QueerGrün an diesem Gedenkort alle zwei Stunden ab, um ein Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und Gewalt zu setzen. Die Bank wurde nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) errichtet. Ein 21-jähriger mutmaßlich islamistisch motivierter Attentäter fuhr mit einem Kleintransporter in den Großen Tiergarten, wo sich viele CSD-Teilnehmende befanden. Er tötete eine Frau und verletzte 31 Menschen teils schwer. Am Ende rammte er einen Baum so stark, dass dieser später gefällt werden musste.

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Gemeinsam gegen Menschenfeindlichkeit an der Regenbogenbank

Zwei Wochen später pflanzte der Bezirk Mitte in der Nähe des Tatorts einen jungen Ahornbaum und stellte eine Bank in Regenbogenfarben auf. In den Farben der queeren Community und als positives Zeichen der Stärke, soll die Bank zum Gedenken einladen, hieß es. Doch seitdem wurde die Bank viermal beschädigt und beschmiert.

Am Sonnabendnachmittag blieben viele Spaziergänger stehen, machten Fotos und kamen mit Maia und Daniel ins Gespräch. Aggressive Töne und Verbalattacken blieben bislang aus, heißt es. „Wir erfahren viel positiven Zuspruch und die Leute bringen uns auch Essen vorbei“, sagen sie. Auch die Grünen-Politikerin Marianne Birthler und Mittes Bürgermeisterin Stefanie Remlinger (Bündnis 90/Die Grünen) beteiligten sich am Samstag an der Mahnwache.